Strommarkt 2025

Strommarkt 2025: Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen für die Energiewende

Der österreichische Strompreisindex (ÖSPI) für Oktober 2025 zeigt gegenüber dem Vormonat ein leichtes Minus von 0,2 %. Im Jahresvergleich liegt der ÖSPI 2,3 % über dem Wert von Oktober 2024 (Indexstand: 174,91). Damit setzt sich der seit Frühjahr beobachtete Seitwärts‑bis‑Abwärtstrend im Großhandel fort, allerdings auf einem Niveau deutlich über 2020/21 (siehe Abbildung). Für Endkund:innen bedeutet das: sinkende Großhandelspreise wirken nur gedämpft auf die Stromrechnung, weil Netzentgelte, Abgaben und Lieferantenpolitik eine große Rolle spielen.

StrompreisentwicklungQuelle: https://www.energyagency.at/fakten/strompreisindex

 

Resümee Q1-Q3: höhere Netzentgelte & Ende der Strompreisbremse

Die ersten drei Quartale von 2025 brachten mehrere relevante politische und regulatorische Veränderungen für Verbraucher:innen und den Energiemarkt mit sich. Besonders spürbar: Mit Anfang des Jahres endete die staatliche Strompreisbremse, die Haushalte seit Ende 2022 vor steigenden Energiepreisen geschützt hatte. Ihr Auslaufen führte bei vielen Haushalten zu höheren Stromrechnungen – obwohl sich die Großhandelspreise vergleichsweise stabil entwickelten.

Hinzu kamen zum Jahreswechsel deutlich angehobene Netzentgelte. Die durchschnittliche Erhöhung betrug laut Österreichs Energie rund 23,1 % – mit besonders starken Ausschlägen in Bundesländern wie Kärnten oder der Steiermark. Diese Entwicklungen führten dazu, dass viele Haushalte trotz konstanter Marktpreise mit steigenden Stromkosten konfrontiert waren.

Ein positiver Meilenstein: Erstmals seit 2009 war Österreich im ersten Quartal 2025 wieder Nettoexporteur von Strom. Der massive Ausbau von Photovoltaik und Windkraft sowie günstige Witterungsbedingungen trugen maßgeblich dazu bei – auch wenn damit nicht automatisch sinkende Preise für Endkund:innen verbunden waren.

Ausblick auf Q4: ElWG und weitere Entwicklungen

Für Q4 steht die Reform des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) im Fokus. Die Bundesregierung schickte am 4. Juli 2025 einen überarbeiteten Entwurf in Begutachtung; am 7. Juli erfolgte die Einbringung in den Nationalrat, die Begutachtung endete am 18. August. Mit Stand 24. September 2025 ist das Gesetz noch nicht beschlossen. Ziel der Reform ist es, die Rahmenbedingungen im Strommarkt zu modernisieren und den Herausforderungen durch volatile Einspeisung, steigenden Flexibilitätsbedarf und neue Marktakteure gerecht zu werden.

Im vierten Quartal ist – vorbehaltlich des parlamentarischen Fahrplans – mit Ausschussbehandlung und möglichen Beschlüssen zu rechnen. Der Entwurf adressiert u. a. Sozialtarif, dynamische Endkundentarife, zeitvariable Netzentgelte, aktive Kund:innen/EE-Gemeinschaften sowie Rahmenbedingungen für Spitzenkappung und Flexibilitäten. Mit den kommenden regulatorischen Entwicklungen – wie dem ElWG – wird deutlich: Die Energiewende braucht nicht nur neue Technologien, sondern auch eine intelligente Marktintegration.

Beitrag zur Systemstabilität durch intelligente Speicherlösungen

Mit steigendem Anteil erneuerbarer Energien und wachsender Systemkomplexität werden Speicherlösungen zu einem zentralen Baustein der Energiewende. Für 2030 strebt Österreich bilanziell 100 % erneuerbaren Strom an – der Speicherausbau und marktliche Anreize für Flexibilität sind dafür Schlüsselhebel.

Auch die Strompreisentwicklung im Jahr 2025 zeigt die dringende Notwendigkeit, erneuerbare Energien weiter auszubauen und flexiblere Speicherlösungen zu etablieren. Innovative Speichertechnologien, wie sie von PIADENO® entwickelt werden, spielen eine zentrale Rolle bei der Energiewende. Durch die Optimierung von Speichersystemen und eine effiziente Nutzung erneuerbarer Energien können langfristig stabile und nachhaltige Energiepreise erreicht werden. PIADENO® entwickelt digitale Plattformlösungen, die dezentrale Batteriespeicher in ein virtuelles Kraftwerk integrieren und dadurch zur Netzstabilität beitragen.

Quellen: